Erfolgreiche Danprüfung kurz vor dem Lockdown

 Dan-Prüfung im November

Wenige Tage vor dem zweiten Lockdown konnte die Taekwondo-Abteilung des TSV Blaufelden noch eine Landes-Danprüfung erfolgreich durchführen. Schon zu Jahresbeginn war die Danprüfung erklärtes Jahresziel und zunächst für Juli terminiert. Aber im März kam für alle unerwartet die Corona-Pandemie. Der Trainingsbetrieb musste ausgesetzt werden. Das angebotene Online-Training konnte das reguläre Training nicht ersetzen – die individuellen Korrekturen waren einfach nicht machbar.

Im Sommer war wieder Training im Freien möglich. Mit Abstand und fixiert auf einem bestimmten Platz wurden vorwiegend die allgemeinen Grundlagen (Kraft, Kondition, Dehnung) sowie die Formen trainiert.

Und plötzlich war auch der für den Sportbetrieb notwendige Kontakt wieder erlaubt. Die Trainingsgruppen wurden stark verkleinert und feste Partnerpaare für das Kontakttraining gebildet.

Die coronabedingten Vorgaben für den Sportbetrieb wurden strengstens beachtet und auch die am Training teilnehmenden Sportler auf rigorose Beachtung der AHA-Regeln im Freizeitbereich eingeschworen.

Das gesteckte Ziel „Landes-Danprüfung“ wurde wieder in Angriff genommen und viele intensive Trainingseinheiten absolviert.

Kurz vor dem zweiten Lockdown war es dann soweit. In ständiger Abstimmung mit der DTU und dem Landesverband TUBW erstellte der ausrichtende Verein TSV Blaufelden ein für die Prüfung speziell entwickeltes Hygienekonzept. Alle Prüflinge und Verantwortlichen der teilnehmenden Vereine wurden rechtzeitig im Vorfeld darüber informiert.

Die 30 Prüflinge wurden in 6-er Gruppen eingeteilt und den ganzen Tag über nach einem strengen Zeitplan geprüft. Die für die Danprüfung notwendigen Bretthalter wurden vom örtlichen Verein in separaten Räumen bereitgehalten und traten mit Maske und Handschuhe dezent und zurückhaltend in Erscheinung.

Es gab keine Zuschauer und keine Bewirtung. Die Umkleiden konnten nur nach Zeitplan benutzt werden – Duschen war nicht möglich.

Im Prüfungsraum befanden sich mit großzügigem Abstand nur die Prüfer und die Prüflinge.

So lief am Prüfungstag eine professionelle und sehr ruhige Prüfung ab. Die kleinen Prüfungsgruppen hatten sich bewährt. Und ohne Zuschauer gab es keine Geräuschkulisse und es kam nie Hektik auf.

Den Prüflingen war die Aufmerksamkeit der Prüfer gewiss.

Schon seit Jahren ist der Stützpunkt Blaufelden eine zentrale Trainingsstätte für die östlichen Vereine der TUBW. So hatten sich von den 30 Prüflingen allein 17 Prüflinge (Blaufelden-11, Schnelldorf- 5, Gründelhardt-1) ständig – teilweise sogar 25 Sportler - beim Blaufeldener Trainerteam auf diese Prüfung vorbereitet.

So zeigte sich dann auch die hochrangige Prüfungskommission nicht nur von der Organisation und Durchführung der Prüfung begeistert – sondern auch sichtlich beeindruckt von den gezeigten sportlichen Leistungen. Insbesondere Großmeister Kwak Kum Sik, 9. Dan, lobte die breite Qualität der Sportler, die nahezu in allen Teilbereichen überzeugen konnten. Auch der Präsident der TUBW, Wolfgang Brückel, 9. Dan erklärte: „eine der besten Danprüfungen der letzten Jahre“ gesehen zu haben.

Sprungtritt von Bernd Wiedmann

In der Tat hatten alle Prüflinge sehr gute Leistungen gezeigt – besonders herausragend jedoch die Leistung von Selina Zamfir und Bernd Wiedmann zum 2. Dan, welche in allen Teilbereichen überdurchschnittliche Punktzahl erhielten.

Zum 1. Poom (Jugend-Dan) bestanden:

Nico Fickeis, Nele Bayerlein (Schnelldorf)

Elisa Tipos, Laurie Traub (Blaufelden)

Zum 1. Dan bestanden:

Enya Röck, Muriel Röck, Lea Rüeck, Hanna Bauer, Eveliene Ganje, Alina Schmidt, Konstantin Schmidt (alle Blaufelden)

Ralph Schurr (Gründelhardt), Leonie Stümpfig, Andrej Merkel, Stefan Bayerlein (Schnelldorf)

Zum 2. Dan bestanden:

Selina Zamfir, Bernd Wiedmann (Blaufelden)

Seitkick von Selina Zamfir